Montag, 3. August 2009

Hochzeitsvorbereitungen und andere Späße

Hallo liebe Leute da draußen in der weiten Welt!
Ich befinde mich gerade in Wiesbaden und verbringe meine Zeit mit Franzi und ihren Hochzeitsvorbereitungen. Alles läuft sehr unstreßig ab, denn sie ist äußerst gut organisiert. Das wird bestimmt eine schöne und entspannte Feier werden!
hier übrigens die beiden Hochzeiter:


Franzi, die Braut



und Andi, der Bräutigam


Andi schaut auf dem Foto echt aus wie der Teufel persönlich! Eigentlich ist er aber ein ganz Lieber! :)

Den Junggesellinnenabschied am Samstag hab ich leider größtenteils verschlafen. Hatte eine sehr streßige Woche hinter mir, Freitag Abend nach Passau fahren 3 Stunden und Samstag dann noch Zeug organisieren und dann auch wieder 3 Stunden nach Würzburg gurken. Abends trank ich dann 3 Gläser Sekt und nahm eine Schmerztablette wegen meinem Arm und damit wars für mich gelaufen. Ich lag ausgeknockt im Bett und hab einfach nur gepennt, während die anderen saufen und tanzen gegangen sind. Tja, was soll man machen! :(

Auf bald meine Lieben!
Bussal
Die Vroni

Sonntag, 26. Juli 2009

Eine kurze Geschichte

Hallo Leute!
Ich räume gerade in meinem Zimmer aus und verpacke meinen Kram in Kisten, damit mein Bruder auch genug Platz hier haben wird. Dabei ist mir eine Mappe mit Gedichten, kurzen Geschichten und Ausschnitten aus Theaterstück in die Hände gefallen, die ich vor Jahren geschrieben habe. Eine kleine Sache will ich hier gerne veröffentlichen, weil es mich selbst zum Lachen gebracht hat. Ihr kennt ja meinen Fäkalhumor! ;)

Mein Verhältnis zu meiner Toilette
Es gibt zwei Orte, an denen ich mich am liebsten aufhalte. Das ist a) mein Bett und b) die Toilette. Das Bett erklärt sich von selbst, weil es warum und gemütlich ist und man hervorragend darin schlafen kann.
Die Toilette hingegen ist als Lieblingsort etwas sonderbar, da sie eher kalt und stuhlartig gebaut ist. Trotzdem liebe ich mein persönliches Klo. Nicht nur, dass man seine dringensten Bedürfnisse dort befriedigen kann, sndern auch, weil es ein Ort der Ruhe und der inneren Einkehr ist. Ich kann auf dem Klo am besten nachdenken, Probleme lösen und neue Ideen entwickeln. Auch ist das Lesen dort sehr angenehm. Es scheint der perfekte Ort für Erfinder, Politiker und die einfache Hausfrau zu sein, denn jeder findet hier die Einfälle, die er braucht. Doch auch dieser Ort ist nicht perfekt, denn normalerweise nutzt man ihn nicht als einziger, und was einfach nur nervt, und das ist der Kern des Übels, wenn qkein Toilettenpapier mehr vorhanden ist!
das macht einen so sauer, weil man völlig machtlos mit heruntergelassenen Hosen dasteht und man um Holfe schreien muss, damit sich jemand erbarmt und einem eine neue Rolle bringt.

So, das wars auch schon wieder von mir!
Bussi baba
Die Vroni

Donnerstag, 23. Juli 2009

Arm, Kanada und was sonst noch so los ist

Hallo Leute!
So Lagebericht: Meinem Arm geht es von Tag zu Tag besser. Ich kann ihn immer noch nicht uneingeschränkt bewegen und deswegen komm ich mir manchmal schon etwas behindert vor. Wenn ich mir meine Haar zusammenbinden will, muss ich mit dem rechten Arm den Linken Ellenbogen auf ein Regal legen, weil ich ihn einfach nicht so hoch heben kann. Tja, das sieht bescheuert aus, zieht auch ein bisschen, aber wie gesagt, das wird schon wieder. Mein Knöchel ist immer noch ein bisschen geschwollen, tut aber nicht mehr weh und wird auch besser. Also Heilungsprozess verläuft ganz gut. Ich war am Dienstag auch bei nem Studienkollegen, Bernd, beim Massieren (gelernter Masseur) und hab mich bissl durchwalken lassen. Dienstag geh ich dann wieder hin, ist ja auch gut für die Seele! ;)
Was sonst noch? Ich habe meine Flug nach Kanada verschoben. Ich wollte eigentlich am 17. August fliegen. Maria hatte mir aber schon vor längerer Zeit gesagt, dass sie mit ihrem Freund nach Kankoon (richtig?) fliegt und dort für zwei Wochen bleibt. Das heißt, ich wäre erstmal zwei Wochen allein in Montreal gewesen. Das fand ich irgendwie schon die ganze Zeit fad, ich kenn die Stadt ja schon. Ich hätte mich zwar bestimmt allein beschäftigen können, aber naja. Ich habe gute Gründe noch hier in D/A zu bleiben. Erstens wäre es ziemlich streßig gewesen mit Vorbereitungen, da ich ja bis Ende nächster Woche noch in Wien arbeite, dann gleich nach Wü bzw. Wiesbaden fahre und Franzi bei den Hochzeitsvorbereitungen helfe (Ich bin übrigens Trauzeugin! *stolzbin*) und dann wieder zurück nach Passau und nur eine Woche noch bei meinen Eltern. So hab ich mir überlegt, dass ich eigentlich schon noch gerne länger bei meiner Familie bleiben würde, noch meine zwei Hausarbeiten für die Uni in D schreibe und alles wirklich in Ruhe organisieren und packen kann. Wirklich ausschlaggebend war aber das gute Zureden meiner LARP-Kollegen gestern. 20.-23.08. sind die Tage der Tapferkeit, ein Viertages-Larp, bei dem meine Gruppe, die Linsar-Garde auch vertreten sein wird. Nach kurzer Überlegung hab ich nun beschlossen, dahin zu fahren. Und Glück hab ich dabei auch noch! Ein Kollege kann nicht, da er gesundheitliche Probleme hat und er hat in der ersten Charge, also schon vor Ewigkeiten eingezahlt und das heißt, dass es viel billiger sein wird, als wenn ich mich jetzt anmelde und bezahle. Ich spare bestimmt 70 Euro! Juhu! Schade ist nur, dass der Kollege nicht mit kann, der ist nämlich echt nett und einer der gesprächigen und lustigen Gardisten... :( Ich freu mich aber trotzdem auf alle Fälle. Ja, mein neues Hobby ist schon echt einnehmend. Ich hab meine Wiener Kumpels auch heute vollgequatscht und Izzy musste sogar das Kettenhemd anziehen. *lol*
ich werde also unterm Strich noch ca. 2 Wochen länger im Land sein, denn ich fliege nun am 3.Sept. nach Montreal und am 1. Februar zurück. Der Spaß hat mich nun zwar 125 Euro gekostet, aber ich denke doch, dass es das wert ist. So, jetzt kreiere ich mir noch einen neuen Charkater. Ich mag Karioll zwar, aber dass sie stumm ist, ist bei einem 4-Tages-Larp unpraktisch. So und dann: Schlaaaafen!!! ;)
Gute Nacht!
Die Vroni

Montag, 20. Juli 2009

Karioll von Luon schwer gerüstet



hier noch weitere Fotos: http://s707.photobucket.com/albums/ww75/thejulei/Ausgangsverbot/?albumview=slideshow

Sonntag, 19. Juli 2009

Wie Karioll von Luon einen Goblin verfolgte und Vroni Luther ins Krankhaus musste

Hallo Leute!
Der heutige Tag fing schonmal gut an. Ich ging zum Auto, um zum LARP zu fahren und trug mein Kettenhemd im Rucksack. 2 Meter bevor ich beim Auto ankam, übersah ich eine Absenkung auf dem Gehweg und knickte um. Passiert mir öfters und daher eigentlich kein Problem, aber die zusätzlichen 13 Kilo im Rucksack verhinderten, dass ich mein Gewicht richtig auffangen konnte, stolperte weiter und wäre beinahe hingefallen. "Scheiße" dachte ich mir, "hoffentlich nichts schlimmes. ich ruhte mich kurz aus und kurz darauf tat der Knöchel auch schon nicht mehr so weh. Also auf gehts zum LARP. Dort angekommen zogen wir alle unsere Ausrüstung an und waren startbereit. Da aber ein paar Spieler zu spät kamen, mussten wir ca. eine Stunde warten, bevor wir neuen Rekruten endlich einmaschieren druften. Wir waren ca. 20 Spieler und 7 Nichtspielercharaktere (NSCs), die Goblins miemten. Von denen wurde unser Lager ständig angegriffen und wir mussten sie natürlich "töten". Ich stand in voller Montur Wache, als wieder ein Angriff kam und ein Goblin schoss an mir vorbei, aus dem Lager hinaus und in die Prärie. Das wollte ich mir nicht entgehen lassen und stürmte ihm hinterher.Plötzlich schrie mein Dekurio: "halt, nicht verfolgen" und da wir ja eine militärische Einheit sind, wollte ich natürlich Halt und kehrt machen. Meine Beine wollten das auch, aber das Kettenhemd war in voller Fahrt voraus und ich hatte keine Chance. Ich "lief" weiter und stürzte dann mitsamt Schwert und Schild zu Boden, aber volle Breitseite auf die Fresse. (Verzeiht den Ausdruck, aber so wars!)Ich lag also am Boden und dachte mir: "Scheiße, ich kann nicht mehr aufstehen!" Meine Kollegen kamen angerannt und fragten natürlich gleich nach meinem Wohlbefinden. Mir tat mein linker Arm saumäßig weh und ich konnte mich gerade so aufrichten. Ich versuchte all mein Zeug abzulegen und die anderen sammelten mein Zeug auf meinem Schild. ich humpelte also zu den Spielleitern, die sich ganz lieb um mich kümmerten und fragten natürlich gleich, ob man mich denn nicht ins Krankenhaus bringen solle. Ich sagte, das wird schon wieder! Naja, es wurde nicht und ich wollte dann auch ins Krankenhaus. Wir sind dann auf Umwegen zum UKH Meidling gefahren, dort wurde ich geröhngt und abgetastet. Aber nur eine starke Prellung der Schulter Gott sei Dank! Aber sau weh tats und tuts auch immer noch. das lustige war, ich hab mir für meinen Charakter Karioll von Luon eine Lange Narbe mit Latex ins Gesicht geschmiert und die sah ziemlich echt aus. Die Ärztin sah das und meinte entsetzt: was haben sie da im Gesicht?
Ich: ach, das ist nur Latex?
Sie: Warum haben sie Latex im Gesicht?
Ich: das ist eine lange Geschichte...
Sie: würde das über meine Dienstzeit hinausgehen?
Ich: Ja, wahrscheinlich...
Sie: ok, dann glaub ich, will ichs gar nicht wissen!
*lol*
ich bin dann mit dem Bus zurück zum Geläde gefahren und hab noch schnell bei der Tanke halt gemacht. Ich sag zu dem Mann an der Kasse: Ja, heute bin ich etwas lediert. Hab mir die Schulter geprellt.
Er: ja, ihr Gesicht sieht auch nicht gut aus.
Ich: Ach das! Das ist nur Latex! Sie wollen nicht wissen warum, glauben Sie mir! ;)

Das war so lustig!
Auf jeden Fall bin ich zurück zum Larp und hab so getan, als wäre ich nie weg gewesen. Bin zur Heilerin gegangen und hab ihr auf meinem Zettel geschrieben, dass mich ein Goblin gebissen hat, Heilung dauert lange... bla. Sie hat mich "genäht" und verarztet und sagte: 2 Heilungspunkte. Gut, dass ich nicht sprechen kann als Karioll, sonst hätt ich ihr ihre beiden Heilungspunkte um die Ohren gehauen. Fragt mich im übrigen nicht, was das genau bedeutet, aber der nasse, kalte Verband tat gut! Ich hab weiter gespielt, Wache gehalten und sogar einen Mann bedroht, der mich dann beschimpft hat. Aber ich bin ja ein kluges Mädchen und bin keinen cm zurückgewichen und hab gewartet, bis meine Dekuria kam. *g* Das LARP war cool, hat sehr viel Spaß gemacht und wir haben am Schluss noch Karten gespielt. Vielleicht krieg ich irgendwann mal Fotos in die Hand, die poste ich dann. Versprochen!
Ich bin dann mit dem Auto wieder nach Hause gefahren als wir alles abgebaut hatten. Das war aber nicht lustig, da ich zwar meine Finger bewegen kann, aber den Rest des Armes leider nicht. Ich musste mit der rechten Hand meinen linken Ellbogen auf die Fahrertür legen, damit ich wenigstens das Lenkrad mit Links halten konnte. Gott sei Dank musste ich nicht weit fahren! Nun bin ich zu Hause, versuche meine geschundenen Glieder zu schonen und zu kühlen. Mein Knöchel ist mega angeschwollen, aber wenigstens ist er nicht blau. Mein Arm... Naja, könnte besser sein. Ich hoffe das Arbeiten geht morgen halbwegs. Die Ärztin meinte aber, so eine Prellung schmerzt stark und lange und strahlt auf den ganzen Arm aus. Da sagt sie was Wahres...
Aber eines sag ich Euch: Beim nächsten LARP bin ich wieder dabei! Aber dann hoffentlich ohne Unfall!
So, ich fahr jetzt mit der U-Bahn noch zur Notfall-Apotheke und hol mir eine Creme für den Arm. Die kann ich sicher auch für den Knöchel nehmen. ;)
Ich wünsch Euch was, auf bald!
Die Vroni

Samstag, 18. Juli 2009

Es gibt ein Leben neben der Uni und dem Gasometer? Wirklich?

Hallo Freunde!
Ja, das Semester ist nun endlich vorbei, ich habe alle Prüfungen bestanden, wenn auch teilweise gerade so. Das sieht natürlich nicht sonderlich schön aus auf dem Zeugnis, aber was solls! Die Noten zählen eh nicht in den Abschluss und mein Stipendium hab ich schon! ;P Ich bin echt erleichtert, dass ich das Semester hinter mir habe, denn es war richtig streßig. 3 Hausarbeiten schreiben, x Referate und 7 Prüfungen. Da hat man einfach mal keinen Bock mehr.
Am Tag nach der letzten Prüung gabs erstmal eine Party: Anna-Lina und ich haben Abschied gefeiert und eine Grillfete veranstaltet. Sie geht nach China, ich ja nach Kanada. Es waren viele Leute da, es wurde gegrillt, getrunken, Guitarre gespielt, gesungen und der eine oder die andere hat sich auf dem Rasen gewälzt, mancher allein, manche auch zu zweit! ;) Alles in Allem ein sehr witziger Abend und eine lustige Nacht. Ich hab einfach durch gemacht und bin gleich um 6.40 mit dem ersten Zug nach Passau, um dort ein bisschen was vom Tag zu haben. Abends war nämlich Katis Abschiedsfete. Sie ist inzwischen schon in Neuseeland und es gefällt ihr sehr gut! Alles meine Homies war da und auch da hatten wir einen lustigen Abend mit Gesang! Der war aber meistens seeehr schief! Schaut auf Vrenis Blog, die hat Fotos und Videos online gestellt.
ich verbrachte noch ein paar Tage zuhause und fuhr dann nach Wien, um meinen Job hier zu beginnen. Ich mache Urlaubsvertretung für meine Kollegin in der Firma, wo ich schon öfters gearbeitet habe. Ich bedrucke Mitgliedskarten für ÖAMTC (Österreichischer ADAC), Krone und Kurier (Zeitungen). Anschließend kleb ich die Karten auf die dazugehörigen Briefe, tüte diese ein und mache sie postfertig. Also kein Job, bei dem ich geistig zu 100% gefordert werde, aber auch nicht zu unterschätzen. Man muss schon aufpassen und nicht zu leichtfertig mit den Maschienen umgehen, sonst geht gar nichts mehr.
letztes Wochenende war ich dann nochmals in Passau, weil Birgitta zu Besuch gekommen ist. Wir waren in My fair Lady (no comment on that!!!) und hatten insgesamt ne schöne Zeit. Sonntag Abend wieder nach Wien, Montag wieder Arbeit. Am Dienstag rief mich dann Jürgen vom LARP an, ob ich am Sonntag nicht mit Auf Life gehen wolle. Ich hatte ein bisschen Bammel, es ist ja mein erstes und ich war lange nicht beim Training, doch ich sagte zu. Am Mittwoch hab ich mir dann meine Ausrüstung bestellt und am Freitag abgeholt und bezahlt. Gut, dass ich vereinbart hatte, dass mir mein Lohn immer Ende der Woche ausgezahlt wird. *g* Hat auch einiges gekostet, aber dafür bin ich jetzt fast voll ausgestattet. Schwert, Schwertgut, Trinkschlauch, Tasche, Wappenrock, Barett (steht mir übrigens außerordentlich gut! Allen anderen irgendwie nicht so... lol!), ne Flasche Met und last but not least ein Kettenhemd! jahaaa, ein Kettenhemd, das ca. 13 kg wiegt und ich es wahrscheinlich alleine weder an doch ausziehen kann! Sieht aber cool aus! .oO(Hoffentlich kann ich damit kämpfen...) Ich spiele in der schweren Infanterie, aber leider habe ich noch kein Schild, das kommt aber noch. Dafür muss ich noch ein bisschen sparen und ich gehe dieses Jahr ja sowieso nur am Sonntag auf Life und dann bin ich weg. Also für nächstes Jahr. :) Gestern abend war ich dann noch beim Training, hab ein paar neue Leute kennen gelernt und ich bin gar nicht so schlecht am schwert. oh mann! Ja, wenn ihr jetzt denkt, ich bin verrückt, dann habt ihr völlig Recht! da hüpfen so ein paar irre im Park mit ihren Schaumstoffschwertern herum und kloppen sich! Aber es macht unglaublich viel Spaß! Man muss seine Fantasie benutzen, betätigt sich sportlich und muss über sich hinauswachsen, damit man auch andere mal angreift. Ich hatte am Anfang schon Probleme, beim Kampf anzugreifen und nicht immer nur zu verteidigen, aber wenn man dann auch mal einen Treffer gelandet hat, traut man sich einfach mehr. Und auch das Selbstbewusstsein wächst! Wer kann schon mit einem Schwert umgehen, hä? ;)
So, heute steht die Hochzeit von Tamara und Ajdin an. Beide sind aus Bosnien und Moslems und sind erst im März zusammen gekommen! Und nun heiraten sie schon! Wahnsinn! Es ist halt krass, denn ich glaube, sie haben sich noch nie berührt, da sie streng gläubig sind. Ich könnte niemanden heiraten, wo ich nicht wüsste, dass es auch im Bett funktioniert. Auch die körperliche Komponente in der Liebe ist doch wichtig oder? Mal sehen. Ich kenne Ajdin noch nicht, aber die Mädls haben schon gesagt, er sei ein toller Mann! Mal schauen. Aber eine Hochzeit ohne richtige Trauung und vor allem ohne Alkohol ist absolut was neues! Ich liebe es, betrunken auf Hochzeiten zu sein! Das hat sowas bacchantisches (für die, die den Ausdruck nicht kennen: Ausgelassene Feierei mit Wein und Gesang, siehe röm. Gott Bacchus = Gott des Weines)
Also, ich muss mich dann mal auf den Weg machen. Ich weiß nämlich noch gar nicht, wohin ich eigentlich muss!
Auf bald und ich versuch mal Fotos von mir in Uniform zu machen!
LG Vroni

Mittwoch, 1. Juli 2009

Schön ists im Juli!

Hallo liebe Freunde!
Heute ist es ein Jahr her, dass ich ins Gasometer eingezogen bin und wieder scheint sich alles zu verändern. Meine Mitbewohner ziehen alle aus, wobei ich ehrlich sagen muss, dass es um die beiden Mädls nicht schade ist. Aber Niko geht und damit auch Maria, seine Freundin, meine vierte Mitbewohnerin, sozusagen. Ich darf nicht klagen, ich gehe ja auch und unsere WG wird sich komplett neu zusammensetzen. Heute kam auch schon der Neue. Martin heißt er. Wahrscheinlich studiert er BWL oder Jura, scheint aber sympathisch zu sein. Jedenfalls ist unsere Wohnung gerade das reinste Chaos. Umzugskisten, alles fliegt rum und will sortiert werden. Ich sehe schon, dass ich wahrscheinlich im Juli alleine hier in der Wohnung sein werde. Ehrlich, ich bin nicht böse darum. Ich muss zwar arbeiten, aber hab dann auch mal entspannte drei Wochen für mich. Und Ruhe! Und dann werd ich mal gediegen die Wohnung so einrichten, wie ich es gerne hätte. Die ganzen Heavy Metal-Poster kommen ab und stattdessen die Beatles oder so! *g* Mal sehen, wird sich schon einrichten lassen. :)
Das Semesterende naht, morgen um 16 Uhr ist der ganze Spuk vorbei. Noch die letzten beiden Prüfungen, auf die ich leider wiedermal nur mäßig vorbereitet bin. Doch nach diesem Semester habe ich einfach keinen Elan mehr. Jeder Tag kommt mir wie Sonntag vor und ich kann mich nicht motivieren. Vier Prüfungen habe ich schon hinter mir, wobei ich sagen muss, ich hätte auch bessere Leistungen erzielen können. Aber was solls, die Noten zählen sowieso nicht in den Abschluss rein und solange alles positiv ist, mach ich mir keinen Streß. Ich will ja auch irgendwann mal fertig werden!
Gestern war ein sehr cooler Abend. Mein Dozent Johannes hatte zu einer Terrassenparty eingeladen. Ich wusste nicht recht, was ich davon halten sollte, denn die anderen Studis, die sonst immer am Start sind, hatten diesmal keine Einladung bekommen. Wie vermutet waren natürlich viele Professoren dort. Die meisten kenne ich nicht, denn wie wir alle wissen, interessiere ich mich für Neuere Literatur mittlerweile nicht mehr so und besuche daher nur ab und zu Lehrveranstaltungen aus dem Fachgebiet. So kams dann auch, dass ich nun die Hälfte der Professorenbelegschaft von der Germanistik der Uni Wien duze... So kanns gehen! ;)
Der Abend verlief wie immer. Feucht fröhlich, Austausch über Uni, Leben, Gott und die Welt. Natürlich sind mein Kollege Bernd und ich wiedermal die letzten gewesen. Wir halfen noch beim Aufräumen und Bernd meinte, er fahre mich noch zur Oper. Vor dem Haus angekommen habe ich dann sein Vehicle gesehen: ein Fahrrad mit Anhänger. "Setz dich einfach auf den Deckel drauf, ich führ dich zur Oper!" (Nein, kein Tippfehler, die Österreicher sagen für jemanden wohin fahren führen! Tatsache!) Ich also auf den Anhänger gehockt und Bernd fuhr los. Die Wiedner Hauptstraße hinaus bis zur Oper, vorbei an der Technischen Uni und über den Karlsplatz. Die Wiedner Hauptstraße ist am Tag eine der befahrensten Straßen in ganz Wien. Breit, mehrspurig und Straßenbahnschienen. Gott sei Dank waren um 3 Uhr morgens nur ein paar wenige Taxis unterwegs. Die Fahrer schüttelten den Kopf, als ich ihnen fröhlich zuwinkte. Ich hatte teilweise schon bammel, vor alllem weil es teilweise auch recht schnell voranging und ich auch Angst hatte in den Kurven vom Wagen zu purtzeln, da ich rückwärts drauf saß und so die Straßenführung nicht sehen konnte. Die meiste Zeit habe ich aber gelacht und Bernd hat es sichtlich auch Spaß gemacht.

Gestern abend ist mir etwas bewusst geworden. Ich lebe in Österreich. Ich lebe in Wien. Ich buchstabierte mir selbst dieses Land im Kopf: Ö-S-T-E-R-R-E-I-C-H und konnt es gar nicht fassen. In einem Land, für das ich mich früher kein bisschen interessierte und in einer Stadt, die ich vom ersten Besuch an gehasste hatte. Nun, alle werden nun sagen: Mädl, die lebst seit fast zwei Jahren dort und jetzt kommst du erst drauf? Aber manchmal, da braucht man eben etwas länger, dass einem Dinge bewusst werden, die eine den ganzen Tag umgeben. Es war das Bewusstwerden, dass ich im Ausland bin, dass ich nicht in Deutschland oder meinen geliebten Bayern lebe und vielleicht auch einfach hier bleiben werde, zumindest die nächsten Jahre. Ich werde nächstes Jahr, wenn alles gut geht, mit dem Studium fertig sein und was kommt dann? Was werde ich dann machen? Zurück nach Deutschland, sowie ich es von Anfang an geplant hatte? Aber wo soll ich hin? Was kann mir Deutschland bieten, was Wien nicht auch hat? Mein Bruder wird im Herbst nach Wien kommen, um hier zu studieren und als ich ihm sagte, dass wir wegen dem Auslandssemester in Kanada wahrscheinlich nur ein Semester zusammen hier verbringen würden, war er doch etwas enttäuscht. Ich glaube, er kommt auch ein kleines bisschen wegen mir nach Wien, abgesehen, dass Wien sowieso die beste Wahl für ihn und Verena ist. Und dann überlegte ich mir: warum eigentlich nicht bleiben? Warum nicht einfach hier einen Job finden, vielleicht nur eine dreiviertel Stelle und dann meinen Doktortitel hier machen? Warum nicht? Mittlerweile mag ich Wien oder sagen wir so: Wir kommen ganz gut miteinander aus. Da fällt mir eine Szene vom letzten Sommer ein. Ich arbeitete in den Ferien wieder in der Würzburger Residenz und es war toll! Ich habe die Zeit sehr genossen und vermiss meine Resi und die Kollegen. Doch an einem Wochenende besuchte ich Vroni Bauer in München und ich weiß nicht warum, aber ich freute mich, wieder U-Bahn zu fahren. Wieder mehr Bewegung und Beschleunigung im Leben zu haben, im Gegensatz zum doch sehr gemütlichen und langsamen fränkischen "Landleben". Ich denke ich sollte hier bleiben und nicht wieder die Beine in die Hand nehmen und rennen. Irgendwohin, nur nicht an Ort und Stelle beleiben und sich auf Dauer mit dem eigenen Leben auseinandersetzen. Seltsam, ein Jahr am Theater, dann zwei Jahre in Würzburg und nun zwei Jahre hier. Die letzten Mal drängte mich das Gefühl weggehen zu wollen und auch die Bewerbung für Kanada war eine Präventivmaßnahme die Zweijahresgrenze nicht zu überschreiten. Doch nun würd ich gern bleiben. Natürlich freue ich mich auf Montreal und stolziere wie ein Pfau durch die Gegend. Ich, die tolle Vroni, hat ein Stipendium für Kanada, für Montreal! Und ich freue mich auf Maria und auf die Stadt und aufs Einkaufen und auf die Uni und aufs Reisen. Aber ich freue mich auch jetzt schon wieder darauf, wieder nach Wien zurück zu kommen. Seltsam, nicht wahr?